Warum sind Holzfenster besser?
So wie die Verwendung von Aluminium bei großflächigen Schaufenstern und PCV-Fenster in Bürogebäuden am passendsten erscheint, so sollten Holzfenster in Wohnbauten und historischen Gebäuden verwendet werden. Entscheidend hierbei sind ebenfalls ökonomische Gründe sowie das Vertrauen in Naturmaterialien. Behörden in westeuropäischen Ländern raten zur Verwendung von Holzfenstern bei der Sanierung alter Bauten sowie öffentlicher Gebäude (besonders, wenn sich in diesen Kinder aufhalten) und bezuschussen diese auch.
Die vor einem Energieverlust schützenden Wärmedämmeigenschaften der Fenster sind aus ökonomischen Gründen besonders wichtig. Das Maß der Wärmedämmung ist der Wärmedämmwert "U". Nach dem vereinfachten Verfahren entsprechend PN-B-02025 von 1998 beträgt der Wärmeübergangkoeffizient für Gebäudewände Umax = 0,30 [W/(m²K)] und für Fenster Umax = 2,0 do 3,2 [W/(m²K)]. Es ist zu betonen, dass der Wärmeübergangskoeffizient für Holzfensterrahmen U=1,2 bis 1,3 [W/(m²K)] beträgt. Dieser Wert wird allein durch die Wärmedämmeigenschaften des Holzes, die andere zur Herstellung von Holzrahmen verwendete Stoffe nicht besitzen, erreicht. Die Erhöhung des Wertes "U" für das Gesamtfenster hängt vom Wärmestromdurchgang durch die Verglasung ab. Die Wärmedämmeigenschaft der Fenster gegen Wärmeverlust kollidiert in einem gewissen Maße mit der Fensterdichtheit, die mit dem nötigen Luftaustausch verbunden ist.
In der "Verordnung über technische Bedingungen, denen Gebäude und ihre Lage entsprechen sollten" (GBl. Nr. 15 aus dem Jahre 1999) heiß es zum Problem der Fensterdichtheit wie folgt: (Art. 148.2) "Falls Fenster, Balkontüren und andere Verschlüsse von Außenöffnungen mit großer Dichtheit verwendet werden, die ein Eindringen der Außenluft in dem Maße, das für die Belüftungsanforderungen notwendig ist, unmöglich machen, müssen entsprechende Einrichtungen, die eine ausreichende Luftzufuhr in den Raum garantieren, vorgesehen werden". In Punkt. 2.3.3 der Anlage mit dem Titel "Anforderungen an die Wärmedämmung und andere Anforderungen an die Energieeinsparung" steht geschrieben: "In Wohnbauten und öffentlichen Gebäude darf die Luftwechselrate für sich öffnende Fenster und Balkontüren in Räumen, in denen der Zufluss der Außenluft durch Fensterlüfter gesichert ist, nicht mehr als 0,3 m3/(m*h*daPa2/3), und in anderen Fällen über 0,5, aber nicht mehr als 1,0 m3/(m*h*daPa2/3) betragen. Kunststofffenster haben eine Luftwechselrate im Bereich 0,1‒0,2 m3/(m*h*daPa2/3), ihr Einsatz in Gebäuden erfordert die Verwendung von zusätzlichen Vorrichtungen, die einen ständigen Luftzufluss gewährleisten."
Die letzte Funktion der Fenster, die erwähnt werden muss, ist der Lärmschutz, also die Schalldichtung oder Schalldämmung. Fenster mit den üblichen Zwei-Kammer-Verbundscheiben (4+3+4 / 12 + 12) mit einem luftgefüllten Scheibenzwischenraum sollten ein Schalldämmmaß von mindestens Rw= 30 dB (nach PN-EN 20140-3: 1999) haben, um diese Fenster für eine Schalldämmung zu qualifizieren. Um die Schalldichtung zu verbessern, kann dickeres Glas verwendet werden. Es kann auch der Scheibenzwischenraum nicht mit
Luft, sondern mit Gas, z. B. Argon, gefüllt werden. Tatsache ist jedoch, dass Holz sehr gute Dämmeigenschaften hat und Anforderung an die Schalldichtung ausgezeichnet erfüllt. Es ist zu betonen, dass nur bei Holzfenstern die Scheiben im Fensterrahme dauerhaft mit Silikonkitt abgedichtet sind, der die Scheibe mit dem Rahmen mechanisch verbindet. Dies ist möglich, da sich die Maße des Holzrahmen bei unterschiedlicher Umgebungstemperatur nicht verändern. Andere Stoffe, die zur Herstellung von Fenstern verwendet werden, erfüllen diese Anforderungen nicht.
Metall- und Kunststofffenster, die in der sonnenzugewandten Gebäudeseite eingebaut sind, sind gewissen Änderungen der Maße ausgesetzt, was das Fensteröffnen und -schließen deutlich erschweren kann. Holz quellt jedoch und kann sich aufgrund von Feuchtigkeit verformen. Dieser Effekt kann durch die Verwendung von Schichtleimholz zum Spannungsausgleich ausgeschlossen werden. Verformungen vermeidet man durch den Anstrich der Fensterrahmen, Flügel und Fensterzargen. Auf diese Weise wird die Holzfläche geschützt, indem einem Eindringen von Nässe vorgebeugt wird.
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Fensterbau:
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